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Ich will hier - später, weiter unten - noch ein wenig davon erzählen, wie der umfangreiche Tatsachenroman SWISS-MADE TIME!, der keine Vorbilder hat, zustandekam. Doch zuvor ... hier geht es zum Autorenportrait:

 

Über den Autor 

Jan  von Duhn

janisvd@swissmade-time.de 

Jan v. D. wurde in Potsdam in eine traditionsreiche Familie von (Kunst-)Historikern hineingeboren. Seine Großmutter war schon 1932 in jenes Haus gezogen, welches später das ‚POTSDAM-MUSEUM’ beher-bergte. Sie war nach 1945 für die Denkmalspflege, als Kulturjournalistin und als Stadtfotografin tätig. Seine Mutter fotografierte und schrieb damals unter Pseudonymen für westdeutsche Zeitungen über die DDR. Das Kleinkind war bei vielen „Fotostrecken“ in und um Potsdam mit dabei. In Zeiten ohne allzuviel Tourismus war’s manchmal eine Märchenwelt im Dornröschenschlaf, der wenig Beachtung galt. ... Jedoch wegen im Westen publizierter DDR-Kritik wurden die beiden Frauen von der Stasi verhaftet. Ihn verfrachtete man für drei Jahre in ein Kinderheim. ... Als schließlich seine Mutter entlassen wurde, musste er mit ihr in den Westen ausreisen. Die Entfremdung, die dort herrschte, bereitete dem zuvor schon traumatisierten Achtjährigen, der nun keine Freunde, kaum Kontakte fand, manches Schockerlebnis. Trotzdem besuchte er bald ein Gymnasium. Zuerst in Offenburg/Baden, dann in Frankfurt, wo er schon in frühem Alter diverse Undergroundszenen und die linke „Gegenkultur“ kennenlernte. Die antiautoritäre Sozialisation in diesem Milieu prägte ihn. Davon angeregt schrieb er später eine soziologische Diplomarbeit über den von Herbert Marcuse geprägten Begriff der „neuen Sensibilität“. Zudem verfasste er während des Studiums unregelmäßig Beiträge für linke Blätter und für die ‚tageszeitung’ in ihrer gesellschaftskritischen Aufbauphase. In jenen Jahren engagierte er sich bei Projekten der alternativen Szene, die mehr oder minder radikal in den 70er und 1980er Jahren eine neue Moral und einen solidarischen Sozialgeist im Widerspruch zum habgierigen Börsenklima von „Mainhattan“ zu begründen suchten.

1986 / 87 emigrierte er in die Schweiz. Zu jener Zeit fühlte er sich noch als Teilhaber einer internationalen Bewegung, die die gesellschaftlichen Verhältnisse von Profitorientierungen befreien, folglich vermenschlichen wollte. Wobei auch die junge ökologische „grüne“ Bewegung damals noch vielfach derart revolutionärer Gesinnung huldigte. So mischte er sich in diesem Sinne auch in der Schweiz ein.

  

Im Roman ‚SWISS-MADE TIME!’ werden daraus hervorgehende Erfahrungen beschrieben. Etwa jenes Phänomen, welches JvD bei internationale Schweizer Studentenpolitik einzuschätzen lernte, nämlich wie man im Alpenland vermittels der eigentümlichen „Schweizer Neutralität“ von der Ost-West-Teilung der Welt enorm profitierte. Aufgrund seiner Freundschaft mit einer Schweizerin aus einem Clan der herrschenden Kapitalelite und durch die Bekanntschaft mit linken Politikern, die mit der „Fichenaffäre“ die Überwachung der Schweizer durch eine faschistoide politische Polizei aufdeckten und so eine Staatskrise auslösten, gelangte er in Bereiche innerhalb dieses Systems, in die gewöhnlich kein kritischer Ausländer Einblick erhält. Etwa im Herbst 1989, als er sich plötzlich auf einem Arbeitsplatz des eidgenössischen Justizministeriums wiederfand. Er rechnet es sich zu, dass er 1989 im Gegensatz zur verborgenen Haltung der Sympathie mit Regimen, die hinter den Kulissen von Wirtschaft&Politik vorherrschte, einige Impulse setzen konnte, die den inoffiziellen helvetischen Welteinfluss für einen kurzen Moment der Geschichte zugunsten der „DDR-Wende“ instrumentalisierten. Diese Facette der Zeitgeschichte ist allerdings bisher nicht untersucht worden!

JvD schreibt diesbezüglich spaßhaft von einer „virtuellen Schweizer Weltzeit-maschine“, die kurzfristig etwas umprogrammiert wurde. Mit einem solchen Begriff versucht er überdies dämonische Aspekte zu begreifen, die sich seither aus den Widersprüchen Schweizer Weltkonzepte ergaben. ... Erst seit ca. 2004 gelingt es JvD als Autor einige solcher Eindrücke näher zu beschreiben.

 

Es handelt sich bei seinen Darstellungen keineswegs um sogenannte "VERSCHWÖR-UNGSTHEORIEN", wie bislang manche Leute - ohne aus diesem Buch nur eine Seite gelesen zu haben - festzustellten meinten. Denn diesem Roman begegnete inzwischen ausgemachtes Banausentum, wenn Leute allein aufgrund missverstandener Stichwörter oder aus unglaublichen Vorurteilen das Buch in der einen oder anderen Ecke von "Spinnertum" und apolitischer Esoterik platzierten, um es unqualifiziert abzuwerten. Mit mehr satirischer Distanz zu außergewönlichen Phänomenen oder absurdesten Begegnungen in politischen Sphären, wie hier vorgezeigt, kann man literarisch wohl kaum Reflexionen und Berichte vorstellen! Jan von Duhn wurde zum Zyniker, klar, das kann man mit Fug und Recht feststellen; er hat manchmal eine sehr sarkastische oder ironische Ader, mit der er den Dingen begegnet. Jedoch Realismus ist bei ihm - selbst wenn er surrealistisch überhöht pure Emotionen zum Ausdruck bringt - in 'SWISS-MADE TIME!' stets vorherrschend. ...

Genießen Sie folglich den Horrortrip in eine "andere Realitä#t", die aus der gewohnten Medienwelt direkt herauszufließen scheint, mit Jan von Duhn und seinem gut dokumentierten "Tatsachenroman!!!!!!!!!!!